Kaspersky Anti-Virus 2011 LE
Seit Windows95 ist es durchaus üblich, Programme an die Jahreszahl zu knüpfen. Der Vorteil dieser Methode ist, der
Kunde kann gleich erkennen, ob er ein aktuelles Programm verwendet oder die Vorjahresversion. Gerade bei Produkten der
Antiviren–Branche ist dies ein wichtiges Qualitätskriterium.
Denn die Techniken und Methoden, mit denen Cyberkriminelle ihr Business betreiben werden stetig weiterentwickelt und
zeigen eine höchst beachtliche (negative) Kreativität. Zum Jahreswechsel platzieren daher viele
Hersteller ihre neuen Programmversionen.
2011Kaspersky Lab macht da keine Ausnahme und schickt mit seiner Internet Security Suite 2011 bzw. dem Kaspersky
Anti–Virus 2011 wieder ein ausgereiftes Produktduo ins Rennen. Kaspersky zählt heute mit zu
den Top–Produkten in der Branche. Wie gut die Produkte dabei bzgl. Virenerkennung abschneiden, kann man den
Zeitschriften–Tests entnehmen. Einen guten Überblick gibt auch die
Webseite des
Virus Bulletin
mit

seiner RAP–Grafik (Reaktiv And Produktiv), die eine Erkennungsrate bei bekannter und neuer Schadsoftware darstellt.
Da sich die Top–Produkte bei der Viren–Detektion wenig nachstehen, sind es oft Zusatzfeatures, die eine
Kaufentscheidung beeinflussen. Kaspersky Lab hat hier mit seinen beiden Features
Browserkonfiguration und
Schwachstellensuche wieder die Bedürfnisse des Anwenders im Blick gehabt.
Virtuelle PCsVor vielen Jahren, als der Siegeszug der Personal Computer begann, war eines
der entscheidenden Argumente die Vielseitigkeit der Geräte. Egal, ob man eine Grafik entwerfen wollte, einen
Bilanz–Jahresabschluss durchführte, programmierte oder einfach nur etwas spielen wollte – der
PC konnte all dies.
Diese Vielfältigkeit ist es aber heute, die auch ein Gefährdungspotential mit sich bringt. Denn ein
PC, der zum Surfen im Web genutzt wird, ist einer höherem Risiko ausgesetzt, als beispielsweise
ein PC, der nur für Online–Banking–Aktivitäten genutzt wird oder als bessere
Schreibmaschine!
Ein Ansatz zur Minimierung des Risikos ist beispielsweise die Nutzung von virtuellen PCs. Dabei wird auf
dem PC (Host–System) ein virtueller PC aufgesetzt (Gast–System). Der virtuelle PC funktioniert
dabei wie ein echter PC, nur das er eben keiner ist, sondern als Anwendungsprogramm auf dem
Host–System emuliert bzw. nachgebildet wird (siehe auch:
Wikipedia).
Für einen virtuellen PC gibt es verschiedene Nutzungsmöglichkeiten. Einige sind:
- Man nutzt den virtuellen PC nur einmal für eine Aktion und wirft ihn danach weg – analog zu einem
Einmal–Fotoapparat (Defacto werden alle Systemänderungen verworfen und der virtuellen PC ins eine
Startkonfiguration zurückgesetzt).
- Man nutzt den virtuellen PC nur für eine bestimmte Aktion. Einen virtuellen PC für Online–Banking, einer
für das spielen und einen weiteren für die Pflege der eigenen Web–Page.
- Man nutzt den virtuellen PC zur Installation eines anderen Betriebssystems. So
kann man einfach andere Betriebssysteme unter Windows nutzen.
Anti–Virus 2011
Um einen virtuellen PC zu installieren, benötigt man die entsprechende Emulations–Software wir z.B.
MS Virtual PC oder VMWare. Ebenso erforderlich ist eine Lizenz des Betriebssystems, welches installiert wird
und (
natürlich), einen Virenschutz.
Ein empfehlenswerter Kandidat ist hier die Limited Edition von Kaspersky AV 2011 – denn der avisierte Preis
von unter 20Euro kann sich sehen lassen und die Installation ist auf bis zu drei PCs möglich.
Die bereits erwähnten Zusatzfunktionen ergänzen hier den Basisschutz, den der Virenscanner bietet, nachhaltig! Wobei
diese Funktion sehr hilfreich ist für den Anwender, der immer schon ein Tool gesucht hat, welches
ihn über fehlende Sicherheitsupdates und existierende Schwachstelleninformiert.
o Schwachstellensuche
Hierbei wird das (Windows–)Betriebssystem und häufig installierte Anwendungen auf Schwachstellen
überprüft. Diese Funktion entspricht einem sog. Vulnerability Scanner. Angezeigt werden bekannte
Programm–Schwachstellen, die i.d.R. bereits durch einen Patch bzw. eine aktualisierte Programmversion
behoben werden können.

Über die Schaltflächen [Korrigieren] und [Details] kann die gefunden Schwachstelle korrigieren oder
sich weiter Details dazu anzeigen lassen. Über das Hauptmenü ist auch die Pflege einer Ausnahmeliste
möglich. So kann beispielsweise die installierte SW aus der Überprüfung ausgeschlossen werden.
Dies macht z.B. dann Sinn, wenn die Anwendung nicht verändert werden darf.
o Browser–Konfiguration
Bei dieser Funktion werden die Einstellungswerte des Browsers überprüft, wie Cache–Verhalten oder
installierte Updates. In der aktuellen Version wird leider nur der IE unterstützt. Man darf aber hoffen, dass
in Zukunft diese Funktion ausgebaut wird und auch andere Produkte überprüft werden.

Denn
aktuellen Zahlen zufolge ist der Anteil der IE–Nutzer gerade unter die
50%–Marke gefallen.
Man darf gespannt sein, wie Kaspersky Lab mit der Thematik der Plugins in Browsern umgeht. Denn dies dürfte eine
nicht zu unterschätzende technische und logistische Herausforderung sein!
Praktische Umsetzung z.B. für Web–Administratoren
Wie erwähnt bringt eine Vermischung der unterschiedlichen Anwendungen ein Risiko mit sich. In einer sichereren
Umgebung, wird man daher versuchen die Anwendungen von einander abzukapseln. Betreibt man beispielsweise nebenbei
eine Webseite, so wäre es durchaus ratsam, auf dem Host–PC ein eigenes Gast–System zu installieren
und dort das Content–Management–System (CMS) der Webseite zu installieren.
Die Vorgehensweise wäre dabei z.B. wie folgt:
- Installation von MS Virtual PC 2007 oder Nutzung von "Windows Virtual PC" unter Windows 7
- Anlegen und Installieren eines Gast–Systems (XP, Vista ...)
- Installation von Kaspersky AV 2011
- Patchen/Updaten des Betriebssystems
- Installation des CMS & Patchen
- Installation von erforderliche Zusatz–SW &chen
- Übernahme der Daten für die Webseite
- Überprüfen des PCs durch die AV–Software (Computerviren, Schwachstellen Browser–Konfiguration)
Mit dieser Installation entsteht ein abgekapseltes System, welches einem PC gleicht, der nur für den Betrieb der
Webseite genutzt wird. Durch Kaspersky wird ein solider Basisschutz etabliert, der durch nützliche Tool–Funktionen
ergänzt wird.
Ein netter "Nebeneffekt" besteht auch darin, dass durch das virtuelle System manche Computerviren die Infektion vermeiden.
Da virtuelle Systeme auch gerne von Virenforschern genutzt werden, verzichten manche Computerviren auf die Infektion derartiger
Systeme um den Forscher keine Daten zu liefern.
Empfehlung
Wer seine Arbeitsumgebung sicherer gestalten möchte, dem sei die Nutzung eines virtuellen PCs mit
installiertem Virenschutz empfohlen, wie z.B. Kaspersky Anti–Virus 2011 Limited Edition.
Zur
Kaspersky Webpage (Testversion für 30 Tage gratis downloaden)
© Ralph Dombach (
www.secuteach.de - Fachartikel)